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60 Jahre Tag des Baumes

Pflanzung mit Umweltministerin Ulrike Höfken

Zum 60. „Tag des Baumes“ der Schutzgemeinschaft Deutscher Wald (SDW) hat Forstministerin Ulrike Höfken am 25.04.2012 im rheinhessischen Appenheim eine Europäische Lärche gepflanzt.

 

Der „Baum des Jahres 2012“ ergänzt nun das Arboretum der Gemeinde. An der Pflanzaktion nahmen auch 120 Schülerinnen und Schülern der Grundschule Welzbachtal, zahlreiche SDW-Mitglieder aus Rheinland-Pfalz sowie Vertreterinnen und Vertreter der Kommunalpolitik teil.

 

Laut SDW Rheinland-Pfalz steht Appenheim stellvertretend für das lokale Engagement vieler privater wie kommunaler SDW-Mitglieder, das anlässlich des Jubiläums gewürdigt werden soll. „Beim Naturschutz und ganz besonders beim Schutz des Waldes kommt es auf diesen Einsatz der Menschen vor Ort an. Wir können durch die Politik Rahmenbedingungen schaffen, die jedoch vor Ort mit Leben gefüllt werden müssen. Nur so wird es gelingen, die Biodiversität, den Wald in seiner Vielfalt, zu erhalten und nachhaltig zu schützen“, sagte Ministerin Höfken und wies auf die bevorstehende „Rio +20“-Konferenz hin, wo Ende Juni die nachhaltige Entwicklung im weltweiten Fokus stehe.

 

Der erste Tag des Baumes fand am 25. April 1952 mit Pflanzungen an vielen Orten Deutschlands statt: in Bonn, Berlin, Bochum, Mölln, München, Riedlingen und natürlich auch in Rheinland-Pfalz. Staatsminister a.D. Dr. Haberer pflanzte damals eine Roteiche am Binger Rheinufer.

 

Anlass, den Tag des Baumes aus den USA zu übernehmen, waren die großflächigen Holzeinschläge nach dem zweiten Weltkrieg. „Diese Herausforderungen sind längst überwunden, aber auch heute ist der Tag des Baumes noch hoch aktuell, um auf die Herausforderungen für die Zukunft des Waldes, hinzuweisen“, sagte Landrat Winfried Werner, der Vorsitzende der SDW in Rheinland-Pfalz. Weltweit gesehen seien dies die mit dem Klimawandel einhergehenden Probleme, wie Waldbrände, die Ausweitung der Wüsten oder auch die zunehmenden Sturmschäden.

 

Die Europäische Lärche ist der einzige heimische Nadelbaum, der im Herbst seine Nadeln abwirft. Ursprünglich stammt die Lärche aus den Alpen und Karpaten. Sie ist aber auch in den Wäldern von Rheinland-Pfalz zu finden. Der besonders anpassungsfähige Baum mit seinem harten und farblich schönen Holz wird hier seit mehr als hundert Jahren angebaut. Mit 2,4 Prozent der Landeswaldfläche rangieren die Lärchen noch vor den Tannen. Inhaltsstoffe im Lärchenharz finden in der medizinischen Heilkunde Anwendung.

 


 

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