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Maikäfer

Im Bienwald und in den Wäldern der Pfälzer Rheinauen werden im Mai Schwärmflüge von Maikäfern erwartet.

Bei warmem, trockenem Wetter fliegen in der Abenddämmerung die Wald-Maikäfer. Sie kommen Anfang Mai aus dem Boden und fressen die frisch ausgetriebenen Blätter der Laubbäume.

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Maikäfer

Durch den mehrjährigen Entwicklungszyklus kommt es beim Wald-Maikäfer alle vier Jahre zu einem deutlich wahrnehmbaren Hauptflug. In den dazwischen liegenden Jahren sind meist nur wenige Käfer zu beobachten.

 
Zum Schädling für den Wald werden Maikäfer durch den Wurzelfraß der Engerlinge, der im Boden lebenden Larven, die vor allem junge Bäume zu Grunde richten können.
Wiederholter starker Schädlingsbefall kann aber auch bei älteren Bäumen zu einer erheblichen Schwächung führen. Langfristig kann es zu Kahlstellen im Wald kommen und zu einem ungünstigen Mischverhältnis der Waldbestände, da weniger Laubbäume heranwachsen können.
Melolontha spec.

Maikäfer

Die Überwachungsfläche für Wald-Maikäfer beträgt in Rheinland-Pfalz insgesamt 2.600 ha; betroffen sind die Forstämtern Bienwald (Südstamm) und Pfälzer Rheinauen (Norstamm).
2008 meldete FA Bienwald Käferflug und Schäden an Verjüngungen auf 660 ha. Davon waren 50 ha bestandesbedrohend geschädigt.
Im Nordstamm-Bereich fand Käferflug auf ca. 800 ha statt.
Trotz Überschreitens der kritischen Käfer-Dichte im Boden wurden keine Bekämpfungsmaßnahmen durchgeführt. Deswegen kann eine weitere Ausweitung des bisherigen Befallsgebiets und damit eine Zunahme der potentiell gefährdeten Jungwuchsbestände nicht ausgeschlossen werden.