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Baum des Jahres 2010 - Vogelkirsche

Das Kuratorium Baum des Jahres hat die Vogelkirsche zum Baum des Jahres 2010 gewählt.

 

Stammform der Süßkirsche

Die Vogelkirsche (Prunus avium L.) ist die Wildform der kultivierten Süßkirsche. Sie gehört zur großen Familie der Rosengewächse (Rosaceae).
 
Vorkommen
Die Vogelkirsche ist die häufigste der heimischen Wild-Obstarten. Ihr Verbreitungs-gebiet erstreckt sich über ganz Europa bis etwa zum 61. Breitengrad im Norden, in den Alpen ist sie bis 1700 m ü.NN anzutreffen.
 
In Rheinland-Pfalz liegt das Hauptvorkommen im Fluß- und Bachauewald der Rheinebene sowie im Saar-Nahe-Berg- und Hügelland. Ihr Anteil an der Wald-bodenfläche von Rheinland-Pfalz wird auf 0,1 % geschätzt.
 
Die Vogelkirsche bevorzugt sonnig warme Lagen mit frischeren nährstoffreicheren Böden. Stehende Nässe, Spätfrostlagen und saure Böden werden gemieden.
Sie kommt als Einzelbaum oder horstweise in Mischbeständen vor.
 

Die Vogelkirsche gehört zu den lichtbedürftigen Baumarten. Ihr Laub zersetzt sich schnell und befördert die Bodenverbesserung (Edellaub-Baumart).

 

Merkmale

Im Frühjahr ragen die weißen Blüten-Kronen der Vogelkirschen aus den den Waldbeständen. Aber auch außerhalb der Blüte ist sie an ihrer „Ringel-Borke“ leicht zu erkennen. Die waagerecht verlaufenden Korkwarzen-Bänder sind das charakteristische Stamm-Merkmal.
Die Blätter erscheinen kurz nach der Blüte. Im Juli reifen die kleinen kugeligen rot-schwarzen Steinfrüchte, die nur wenige Millimeter dickes Fruchtfleisch um den Kern besitzen.
 
Das Kirschenholz ist seit jeher ein beliebtes Möbelholz. Mittelschwer, ziemlich hart und zäh ist es gekennzeichnet durch rötliches dunkles Kern- und helles Splintholz.
In der Witterung draußen wenig dauerhaft ist es für den Außenbereich ungeeignet.