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"Sonderkommission Wald " war in der Mainzer Fußgängerzone unterwegs

Auf Einladung der Schutzgemeinschaft Deutscher Wald (SDW) waren Sechstklässer der IGS Mainz-Bretzenheim und der Realschule Plus Budenheim Ende August in der Mainzer Fußgängerzone unterwegs, um in der Stadt Produkte aus dem Wald zu finden, sowohl aus heimischen Wäldern als auch tropischen und anderen Wäldern der Erde.


Die Schutzgemeinschaft Deutscher Wald hatte sich anläßlich des diesjährigen Internationalen Jahres der Wälder diese Aktion ausgedacht, um Schülern neben den wichtigen Funktionen als Sauerstoffproduzent und - neben den Weltmeeren - wichtigstem Klimaregulator unserer Erde deutlich zu machen, welche Vielfalt an alltäglichen Produkten aus dem Wald stammen.


Die Mainzer und Budenheimer Schüler wurden an der Alten Universität von Waldpädagogin Annika Schröpfer vom Waldmobil der SDW, Geschäftsführer Andreas Grauer von der SDW Rheinland-Pfalz und Förster Stefan Dorschel empfangen und durften an Geschmacks-, Riech-, Hör- und Taststationen Waldprodukte wie Kakao, Bärlauch, Kiefernnadelöl, knitterndes Papier, Reisigbesen erraten.

Danach wurden die Schüler mit Fotoapparaten "bewaffnet" in die Stadt geschickt, um dort weitere Waldprodukte aufzuspüren. Die Geschäftsinhaber waren auf die höflichen Fragen der Schüler hin gerne bereit, Auskunft zu geben, wobei sich insbesondere Apotheken (Kräutertees, medizinische Bäder), Bastel- und Zoohandlungen (Holzprodukte) und der Markt (Pilze, Waldbeeren, Honig) als wahre Fundgruben erwiesen.


Aber die Schüler erlebte auch Überraschungen, so, als eine Apothekerin Ihnen erklärte, dass der Wirkstoff einer weltbekannten deutschen Kopfschmerztablette ursprünglich aus Weidenrinde gewonnen wurde oder als sie ermittelten, dass aus Honig und Bienenwachs auch Shampoos und Handcreme hergestellt wird. Zu weiteren ungewöhnlichen Funden zählten Eis und Gummibärchen mit Waldmeistergeschmack, Rasierpinsel mit Dachsborsten, Schuhe aus Yakleder oder Blumensträuße aus Hagebutten. Und wer hätte gedacht, dass Gummi aus Bäumen gewonnen wird, nämlich dem Saft des Kautschukbaumes?


Zum Abschluß stellten die Schüler Ihre Funde vor und hängten die ausgedruckten Fotos an einer Weltkarte auf, so dass ein umfassendes Bild der weltweiten Bedeutung der Wälder entstand.
Weitere Schülergruppen waren mit Aufnahmegeräten ausgestattet worden und interviewten Passanten.
Das wichtigste Ergebnis dieser Interviews war, dass die Bedeutung der Wälder den Mainzer Bürgern sehr bewusst ist und sie es für wichtig halten, sich für die Erhaltung und Pflege von Wäldern einzusetzen und dafür weiterhin öffentliche Mittel einzusetzen.

Die beteiligten Lehrer äußerten sich sehr positiv zum Angebot der Schutzgemeinschaft Deutscher Wald und des Zweckverband Lennebergwald, werden die Inhalte des Projektes im Unterricht vertiefen und betonten auch den positiven pädagogischen Effekt für die Schüler. Das Ansprechen von Geschäftsleuten und Interviewen von Passanten war schließlich für die meisten Schülerinnen und Schüler eine ungewohnte Herausforderung.