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Keine Angst vor der Zecke!

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Hintergrundinformationen:


Gleichzeitig mit dem Frühling und den warmen Temperaturen sind auch wieder die Zecken im Wald, auf Wiesen und Feldern unterwegs. Als Krankheitsüberträger von Borreliose und FSME sind sie gefährlich und deshalb sollte man sich vor den kleinen Spinnentieren schützen.


Die Gefahr, nach einem Zeckenstich zu erkranken, wird in Deutschland immer größer. In den FSME-Gebieten sind bis zu fünf Prozent der Zecken mit FSME-Viren infiziert. Da sich die Erreger der FSME in den Speicheldrüsen befinden, infiziert man sich sofort. An der Frühsommer-Hirnhautentzündung (FSME) erkrankten in den letzten zehn Jahren 170.000 Menschen in Europa. Die Südhälfte Deutschlands gehört beinahe flächendeckend zu den Risikogebieten der Hirnhautentzündung. Wie es in den anderen Ländern Europas aussieht, kann man unter www.zecken.de nachsehen.

 

Bis zu 240.000 Menschen infizieren sich pro Jahr in Deutschland mit Borreliose, zwischen 60.000 und 80.000 erkranken daran. Inzwischen ist bundesweit fast jede dritte Zecke mit Borreliose infiziert. Da sich die Borrelien im Mitteldarm der Zecke befinden, findet keine Infektion in den ersten 12 bis 24 Stunden nach Saugbeginn statt.
Ein schnelles Entfernen der Zecke ist hier entscheidend.


Ab einer Temperatur von etwa sieben Grad sind Zecken aktiv. Sie lieben Temperaturen zwischen 14 und 23 Grad Celsius und Luftfeuchtigkeit um die 90 Prozent. Bevorzugte Lebensräume sind daher feuchte Jungwälder, Gebiete um Seen und Flüsse, Waldlichtungen und Waldränder aber auch Freibäder, Spiel- und Sportplätze sowie der Garten. Dort haften sie an Gräsern, Farnen oder Unterseiten von Pflanzenblättern und warten auf einen neuen Wirt, das heißt ein Tier oder einen Menschen. Erwachsene Zecken klettern auf eine Höhe bis anderthalb Meter, Nymphen bis 50 Zentimeter und Larven bis 25 Zentimeter.
Die übliche Saison reicht von März bis November. In den vergangenen milden Wintern waren sie jedoch auch im Winter aktiv. Wie aktiv die Zecken gerade in Ihrem Umfeld sind, kann man auf der Seite www.zeckenwetter.de nachlesen.


Gefährdet sind vor allem Menschen, die sich beruflich oder in ihrer Freizeit viel im Freien, in Wäldern, Wiesen und Parkanlagen aufhalten. Dazu gehören Waldarbeiter, Kinder, Camper, Wanderer und Gartenbesitzer.


Gegen die beiden Hauptkrankheiten kann man sich unterschiedlich schützen. Gegen die häufigste von Zecken übertragene Krankheit Borreliose gibt es noch keine Impfung. Der beste Schutz vor einer Borreliose ist das schnelle Entfernen der Zecken.

 

Hat man sich infiziert, treten im ersten Stadium in einigen Fällen ringförmige Hautrötungen um den Zeckenstich sowie Kopfschmerzen, Muskelschmerzen und erhöhte Müdigkeit auf. Da eine Diagnose für Laien aufgrund der Ähnlichkeit zum grippalen Infekt nicht eindeutig möglich ist, sollte bei Verdacht unbedingt ein Arzt konsultiert werden. Je frühzeitiger diese Infektion entdeckt wird, umso besser kann sie mit Antibiotika bekämpft werden.

 

Gegen FSME gibt es eine Impfung. Das Robert-Koch-Institut empfiehlt deshalb die FSME-Impfung allen, die in einem Risikogebiet leben oder dorthin reisen. Da die Schwere der Erkrankung mit zunehmenden Alter steigt, sollten vor allem ältere Menschen sich impfen lassen.


Für eine vollständige Grundimmunisierung gegen FSME wird dreimal innerhalb eines Jahres geimpft. Soll kurzfristig ein Impfschutz aufgebaut werden, kann auch dreimal innerhalb von 21 Tagen geimpft werden. Dann sollte jedoch eine weitere Impfung nach 12 bis 18 Monaten erfolgen. Die Auffrischung der Impfung sollte alle drei Jahre erfolgen. Die Krankenkassen übernehmen in Risikogebieten die Kosten für die "Zeckenimpfungen", die bei jedem Hausarzt möglich sind. Eine Nachfrage bei der Krankenkasse lohnt aber auch in den anderen Bundesländern.

 

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