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Borkenkäferinvasion bedroht den Wald

SDW setzt sich für mehr Personal im Forstbereich und Unterstützung von Waldbesitzern ein

Für den deutschen Wald, speziell die Fichte, sieht es düster ist. Die meisten Borkenkäfer haben den milden, niederschlagsarmen Winter überlebt. Nur feuchte Wochen und Temperaturen unter 10 Grad können noch helfen, die Plage etwas einzudämmen. Unter diesen Bedingungen entwickeln sich Pilze, die die Käfer befallen und abtöten, aber danach sieht es im Moment nicht aus.

Damit sich der Borkenkäfer nicht weiter ausbreitet und weitere Bäume attackiert, müssen viele befallene Bäume gefällt werden. Vor allem in den rechtsrheinischen Wäldern Rheinland-Pfalz' sind große Waldflächen davon betroffen. Die Forstleute sind in großer Sorge um den Wald.
Damit sich der Borkenkäfer nicht weiter ausbreitet und weitere Bäume attackiert, müssen viele befallene Bäume gefällt werden. Vor allem in den rechtsrheinischen Wäldern Rheinland-Pfalz' sind große Waldflächen davon betroffen. Die Forstleute sind in großer Sorge um den Wald.

Seit Herbst versuchen die FörsterInnen bundesweit so viele befallene Bäume wie möglich aus dem Wald zu holen, bevor die Käfer im April stehende, gesunde Fichten befallen. Durch die Trockenheit des letzten Sommers sind die Fichten geschwächt und können nicht ausreichend Harz bilden, um die Schädlinge abzuwehren. Für die gesamte Branche ist es ein Wettlauf mit der Zeit. Sie arbeitet bereits an der Kapazitätsgrenze. Je mehr bereits befallene Bäume noch vor dem ersten Schwärmflug aus dem Wald geholt werden können, desto größer ist die Chance, dass ein Teil der Fichtenwälder überleben kann.


Auf den entstandenen Kahlflächen kann der Wald seine bewährten Leistungen nicht liefern. Für die jetzt neu gepflanzten Bäume herrschen völlig andere Bedingungen als bei den Jungpflanzen im Wald. Daher müssen die Pflanzungen jetzt mit besonders viel Mühe und Umsicht durchgeführt werden. Erosion, Brombeere und die direkte Sonneneinstrahlung erfordern für die neuen Bäumchen einen höheren Pflegeaufwand. Gepflanzt werden, wie im öffentlichen Wald schon seit Jahren, vor allem Laubbaumarten. Dadurch sollen Mischwälder entstehen, die durch ihre Vielfalt gegen verschiedene Gefahren des Klimawandels resistent sein sollen. Doch das dauert – wie im Wald üblich – mehrere Jahrzehnte. Und wie das Klima dann aussieht, kann niemand genau vorhersehen. Deshalb werden möglichst viele verschiedene und trockenheitsresistente Laubbaumarten gepflanzt.


Die Schutzgemeinschaft Deutscher Wald (SDW) unterstützt deshalb die Forderung nach mehr Personal zur Eindämmung der Borkenkäfer, unbürokratische Unterstützung der PrivatwaldbesitzerInnen beim Waldumbau und mehr Fördermittel für den Umbau in stabilere Mischwälder.
 

Quelle: Homepage der Schutzgemeinschaft Deutscher Wald (www.sdw.de).


Links zum Thema:

Wie der Wald unter den Folgen des Klimawandels leidet (klimawandel.wald-rlp.de)