Schutzgemeinschaft Deutscher Wald
Landesverband Rheinland-Pfalz e. V.
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Schlehe (Prunus Spinosa)

Die Schlehe, auch Schwarzdorn genannt, ist ein robustes, heimisches Gehölz und ein wertvoller Bestandteil naturnaher Hecken. Sie blüht bereits sehr früh im Frühjahr, noch bevor sie ihre ersten Blätter austreibt. Damit unterscheidet sie sich beispielsweise vom Weißdorn, der erst nach dem Laubaustrieb blüht. Die frühe und üppige Blüte macht die Schlehe zu einer wichtigen Nahrungsquelle für Bienen, Hummeln und zahlreiche andere Insekten, die bereits im zeitigen Frühjahr auf Nahrungssuche sind. Auch später im Jahr bleibt sie ökologisch wertvoll: Ihre Blätter dienen mehr als 70 Schmetterlingsarten als Nahrung für ihre Raupen.

Die Schlehe wächst dicht und bildet mit ihren kräftigen Dornen ein nahezu undurchdringliches Gestrüpp. Dadurch bietet sie zahlreichen Vögeln und anderen Tieren einen geschützten Rückzugs- und Nistplatz und schützt sie vor Fressfeinden. Im Herbst entwickeln sich aus den Blüten dunkelblaue, bereifte Früchte, die sogenannten Schlehen. Sie dienen verschiedenen Vogelarten als Nahrung und können auch vom Menschen genutzt werden. Nach dem ersten Frost werden sie milder und eignen sich beispielsweise zur Verarbeitung zu Gelee, Marmelade oder Likör.

Die Schlehe ist zudem sehr robust, winterhart und kommt auch mit trockenen und nährstoffarmen Standorten gut zurecht. Sie eignet sich besonders für freiwachsende, naturnahe Hecken und bietet über das gesamte Jahr hinweg Lebensraum und Nahrung für zahlreiche Tierarten.

Wusstest du schon…? 

Die Schlehe kann sich stark über ihre Wurzelausläufer ausbreiten. So entstehen mit der Zeit dichte Schlehengebüsche, die sich sogar auf größeren Flächen ausbreiten können. Dadurch ist sie besonders gut darin, Böschungen und Hecken zu besiedeln.

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